Klickbetrug

Aus SEM-AdWords-Lexikon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Klickbetrug (Click fraud) ist eine Form des Internetbetrugs durch die Ausnutzung von Klicks auf bezahlte Suchmaschinenwerbung. Ein Klick wird als betrügerisch angesehen, sofern keine konvertierende Absicht besteht oder kein generelles Interesse am Werbeinhalt vorliegt. Ziele von Klickbetrug laufen somit auf die vorsätzliche Schädigung des Werbenden hinaus.

Inhaltsverzeichnis

Motivation für Klickbetrug

Die Motive für Klickbetrug zielen im Wesentlichen auf Schädigung und Bereicherung aus. Für den Fall der Schädigung klickt ein Wettbewerber gezielt Anzeigen der Konkurrenz weg, um deren Budgetverbrauch in die Höhe zu treiben. Ist das Tagesbudget des Konkurrenten aufgebraucht, werden seine Anzeigen nicht mehr geschalten und die Anzeigen des Betrügers gewinnen an Bedeutung. Dieses Verfahren kann somit auch zur eigenen Bereicherung führen, sofern der Betrüger eigene Anzeigen schaltet. Die Ziele von Klickbetrug sind somit die finanzielle Schädigung anderer Wettbewerber und eine Manipulation der Anzeigenplatzierung um sich somit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Ein Nebenaspekt dieser Form des Klickbetrugs ist die dadurch erhöhte CTR des Geschädigten. Eine höhere CTR steigert den Qualitätsfaktor der Keywords und führt langfristig zu einer Senkung der Klickpreise.

Erkennung von Klickbetrug

Klickbetrug stellt eine ernste Bedrohung für das Pay-per-Klick Modell dar. Werbetreibende und Suchmaschinen selbst sind somit an einer Erkennung und Verhinderung von Klickbetrug interessiert. Google überprüft folgende Bereiche auf ungültige Klicks:

  • Nutzerverhalten: Unter Berücksichtigung einer Reihe von Faktoren, einschließlich der IP-Adresse, werden festgestellt, ob ungültige Klicks von einer Quelle mit ungewöhnlicher Funktionsweise berechnet werden.
  • Klicks von Mitbewerbern: Es wird analysiert, ob Klicks von der Konkurrenz stammen
  • Automatische Generierung von Klicks: Es wird geprüft, ob die berechneten Klicks über eine automatisierte Quelle generiert worden sind.
  • Gefilterte Klicks: Es wird überprüft, ob das System Klicks auf AdWords-Anzeigen herausfiltert, die ungültige Klickaktivitäten aufweisen. Dabei ist zu beachten, dass das Überprüfungssystem nicht nur ungültige Klicks herausfiltert, die auf unzulässiges Nutzerverhalten oder automatisierte Roboter zurückzuführen sind. Die nicht berücksichtigten Klicks umfassen unter Umständen auch Klicks ohne bösartigen Hintergrund. Dazu gehört beispielsweise der zweite Klick eines Doppelklicks. Ein konstanter Prozentsatz an Klicks, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, ist vollkommen normal.
  • Weitere, nicht offengelegte Faktoren

Auswirkungen von Klickbetrug

Bei Klickbetrug führt in der Regel die erste Impression zum Klick. Wird dieses Verhalten extensiv betrieben, steigt unweigerlich die Klickrate des Geschädigten an. Da die CTR ein einflussreicher Faktor zur Bestimmung des Qualitätsfaktors darstellt, bedeutet dies langfristig eine Erhöhung für die Qualität der geklickten Keywords. Da die Klickrate auch ein Mittel zur Erkennung von Klickbetrug ist, wird versucht mittels eines erweiterten Betrugsverfahrens zusätzliche Impressionen zu den Klicks zu erzeugen. In Bezug auf die Klickrate schädigt der Klickbetrüger dabei nicht nur dem geklickten Werbenden, sondern auch allen anderen eingeblendeten Anzeigen. Durch das unnatürliche Verhalten erhalten die angezeigten Anzeigen mehr Impressionen und weniger Klicks, welches wiederum auf eine niedrigere CTR hinaus läuft und schlussendlich zu einer Verschlechterung des Qualitätsfaktors führen kann. Dieses Phänomenen wird in der Literatur als Impression Fraud bezeichnet. Da Klickbetrüger nicht an der Ausführung einer Conversion interessiert sind führt deren Verhalten zur Senkung der Conversion-Rate. Im Falle von unbegrenztem Budget bleibt die Anzahl der Conversions konstant. Bei eingeschränktem Budget jedoch verringert sich die Anzahl der Conversions, da das verbrauchte Guthaben nicht mehr zur Schaltung von Anzeigen für die interessierten Käuferschaft genutzt werden kann.

Quellen

Weblinks

Meine Werkzeuge
Werbung